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Konzeption

Jugendbildungswerk des Landkreises Limburg-Weilburg

Inhalt
1.) Gesetzliche Grundlagen
2.) Ziele
3.) Zielgruppen
4.) Pädagogische Grundsätze
5.) Thematische Schwerpunkte
6.) Kooperationen
7.) Netzwerke
8.) Organisationsrahmen
9.) Öffentlichkeitsarbeit
10.) Mitarbeitende
11.) Qualitätssicherung,- entwicklung und Selbstevaluation
12.) Vision


1.)     Gesetzliche Grundlagen
Das Jugendbildungswerk des Landkreises Limburg-Weilburg (JBW) arbeitet auf der Grundlage folgender Gesetze und Verordnungen in der jeweils gültigen Fassung:

  • Hessisches Kinder- und Jugendhilfegesetz (HKJGB), Teil Drei „Außerschulische Jugendbildung und Teil Vier „Ehrenamt in der Jugendarbeit“.
  • Verordnung zur Ausführung des HKJGB.
  • Achtes Buch des Sozialgesetzbuches (SGB VIII) Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG)
  • Hessisches Ausführungsgesetz zum SGB VIII.
  • Hessisches Gesetz über den Anspruch auf Bildungsurlaub.
  • Gesetz zum Schutz der Jugend in der Öffentlichkeit (JuSchG).

 
2.)     Ziele
Gemäß der gesetzlichen Grundlage verfolgt das JBW folgende Ziele:

Persönlichkeitsbildung
Jugendliche

  • handeln als aktive, selbstbestimmte, selbständige und verantwortungsbewusste, aber auch selbstkritische Bürger ,
  • entwickeln eine eigene Persönlichkeit, lernen ihre persönliche Rolle einzuschätzen und diese in gesellschaftlichen Zusammenhängen zu erkennen,
  • entwickeln persönliche und gesellschaftliche Zukunftsperspektiven,
  • nehmen aktiv am staatlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben teil,
  • erkennen gesellschaftliche Zusammenhänge und haben ein Gespür für soziale Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz,
  • kennen die  freiheitliche, demokratische Grundordnung und handeln politisch.

Schlüsselqualifikationen

Sozialkompetenz
Jugendliche entwickeln persönliche Fähigkeiten und Einstellungen, die dazu beitragen, das eigene Verhalten von einer individuellen auf eine gemeinschaftliche Handlungsorientierung hin auszurichten. Individuelle Handlungsziele werden mit den Einstellungen und Werten einer Gruppe verknüpft.

Methodenkompetenz
Jugendliche eignen sich Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten an, die es ihnen ermöglichen, Aufgaben und Probleme zu bewältigen, indem sie die Auswahl, Planung und Umsetzung sinnvoller Lösungsstrategien kennen. Dazu zählen: Analysefähigkeit, Kreativität, Lernbereitschaft, Denken in Zusammenhängen, abstraktes und vernetztes Denken, Rhetorik, Präsentation.

Selbst- und Personenkompetenz
Jugendliche entwickeln Fähigkeiten und Einstellungen, in denen sich die individuelle Haltung zur Welt und insbesondere zur Arbeit ausdrückt. Hierzu zählen folgende Persönlichkeitseigenschaften: Leistungsbereitschaft, Engagement, Motivation, Flexibilität, Kreativität, Ausdauer, Zuverlässigkeit, Selbstständigkeit.
 
Handlungskompetenz
Jugendliche entwickeln die Fähigkeit, in entsprechenden Situationen selbständig, verantwortlich und sach- bzw. fachgerecht Probleme zu lösen.
Jugendliche formulieren eigene und gesellschaftliche Interessen und vertreten ihren Standpunkt. Sie verbessern und stabilisieren ihre Kommunikations- und Interaktionsfähigkeit.
Konflikt- und Krisensituationen werden konstruktiv gelöst.


3.)     Zielgruppen
Das Bildungsangebot des JBW richtet sich an alle jungen Menschen des Landkreises Limburg-Weilburg bis zum 27. Lebensjahr (§ 35 Abs. 2 S.2 HKJGB,  § 2 Abs. 3 der Satzung des JBW). Die Maßnahmen sprechen sowohl Kinder und Jugendliche aus Jugendverbänden, - vereinen und -initiativen als auch nicht organisierte Kinder und Jugendliche an.

Beratungs- und Fortbildungsangebote richten sich darüber hinaus an Eltern, Multiplikatoren der haupt- und ehrenamtlichen  Jugendarbeit, Lehrer und Erzieher, sowie politisch Verantwortliche.


4.)     Pädagogische Grundsätze
Das JBW erweitert und ergänzt die Angebote der anderen Bildungs- und Erziehungs-einrichtungen im Landkreis Limburg-Weilburg. Die Bildungsangebote des JBW stehen allen Kindern- und Jugendlichen offen und sind an keine Mitgliedschaft, Weltanschauung oder spezifische Kenntnisse gebunden. Die Teilnahme an den Angeboten ist freiwillig. Die Inhalte der Arbeit richten sich nach den unterschiedlichen Lebenslagen und Interessen junger Menschen (u. a. Geschlecht, Alter, Herkunft). Gleichermaßen ist das JBW verpflichtet, eigene Initiativen und Konzepte zu gesellschaftlichen bzw. jugendrelevanten Themen einzubringen, auch wenn diese von den Zielgruppen noch nicht erkannt sind. Modell- und Pilotprojekte zu aktuellen sozialen, politischen und kulturellen Jugendthemen setzten Impulse für neue kreative Handlungsansätze.

Das JBW

  • beteiligt junge Menschen am Bildungsprozess und fördert selbstinitiierte und selbstverantwortliche Bildungsprozesse,
  • unterstützt mit vielfältigen methodischen und didaktischen Ansätzen soziales Lernen und knüpft an die Lebenswelten junger Menschen an,
  • berücksichtigt die Heterogenität von Zielgruppen und die Spezifik der Geschlechter,
  • reagiert flexibel auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und greift wichtige lokale, nationale und internationale Fragen der Jugendpolitik und Gesellschaft auf.

 
5.)     Thematische Schwerpunkte
Anforderungen an die Jugendbildungsarbeit verändern sich oft durch die sich ständig ändernde Lebenssituation von Jugendlichen, so dass dieser Tatsache durch Flexibilität der Schwerpunkte Rechnung getragen werden muss.

Politische Jugendbildung
Junge Menschen erwerben Kenntnisse und Einsichten über gesellschaftliche Zusammenhänge, die ihnen eine eigene Meinung über politische Vorgänge und Konflikte ermöglichen. Jugendliche erhalten die Möglichkeit, sich ein eigenes Weltbild zu schaffen, ihr Leben aktiv zu planen und gemeinsam mit anderen Jugendlichen Wert- und Normvorstellungen zu entwickeln. Neben der Wahrung und Durchsetzung individueller Interessen werden Jugendliche sich über ihre persönliche Verantwortung als Teil eines Ganzen bewusst.
Durch den persönlichen Kontakt mit Orten und Personen durch Bildungsreisen, Zeitzeugengespräche und Diskussionen werden Politik und Geschichte lebendig und erhalten ein Gesicht.
Politische Entscheidungsfindung verlagert sich immer mehr auf die europäische  
Ebene. Jugendliche werden durch europapolitische Bildungsmaßnahmen in die
Lage versetzt, sich im politischen Raum Europa zurechtzufinden und zu engagieren und eine Identität als europäische Staatsbürger zu entwickeln.

Geschlechtsspezifische Jugendarbeit
Ziel der geschlechtsdifferenzierten Jugendbildung nach § 9 KJHG sind Angebote, die die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen berücksichtigen, Benachteiligungen abbauen und Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern fördern. Darüber hinaus unterstützt die geschlechtsspezifische Jugendarbeit die Entwicklung einer adäquaten Geschlechtsidentität von Mädchen und Jungen unter Achtung und Anerkennung des Geschlechts in seinem Selbstbestimmungsrecht.

Kooperation von Jugendarbeit und Schule / Schulsozialarbeit
Viele Probleme in der Schule oder in ihrem Umfeld sind heute nicht mehr allein mit den traditionellen Mitteln von Schule zufrieden stellend zu lösen.
Ein Zusammenschluss von schulischer und außerschulischer Jugendbildung bietet das Potential einer umfassenden Bildungsförderung für den jungen Menschen. Das JBW kooperiert als gleichberechtigter Bildungspartner mit allen Schulformen und der Schulsozialarbeit im Landkreis und ergänzt dadurch das Bildungsangebot durch neue Formen des Lernens und partizipatorische Prozesse.

Jugendbildung für Toleranz und Frieden
Bildung ist das wirksamste Mittel gegen Intoleranz. Erziehung zur Toleranz klärt über die kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen, politischen und religiösen Wurzeln von Intoleranz auf und damit über die tieferen Ursachen von Gewalt und Ausgren-zung. Sie hilft jungen Menschen bei der Ausbildung ihrer Fähigkeit zur unabhängigen Wertung, zum kritischen Denken und zur moralischen Urteilsfähigkeit. Ziel ist die Ausbildung solidarisch und verantwortlich denkender Bürger, die offen sind für andere Kulturen, die die Menschenwürde achten und Konflikte gewaltfrei lösen.
Gerade weil der Mainstream öffentlicher Meinungen von Gewaltgedanken beherrscht wird, muss an einer „Kultur des Friedens“ gearbeitet werden und durch Vorbilder für Frieden und Toleranz  vorgelebt werden.

Arbeitsweltbezogene Jugendbildung
Rasante Entwicklungen in allen Bereichen der Arbeitswelt fordern mehr als den fachlich versierten Mitarbeiter: Sein Verhalten muss souverän und sein Handeln kompetent sein – auf sozialer, methodischer und fachlicher Ebene. Für die Zukunft ist ein neues „Mitarbeiterprofil“ notwendig, das Profil des unternehmerisch denkenden und handelnden verantwortungsbewussten Menschen. Die Berufsausbildung muss sich deshalb auch an den Fähigkeiten orientieren, die der Mensch braucht, um den Anforderungen seiner Berufsbiographie entsprechen zu können. Bereits in der Berufsausbildung muss eine berufliche Handlungsfähigkeit aufgebaut werden.
In Ergänzung zu den berufsvorbereitenden Angeboten von Schule, freien Trägern der Jugendhilfe und Arbeitsverwaltung bietet das JBW hier jungen Menschen durch Seminare, ausbildungs- und berufsbegleitende Lehrgänge und Projekte zusätzliche Hilfen beim Übergang von der Ausbildung in den Beruf (Motivationstraining) und bei besonderen Schwierigkeiten (Sozialkompetenztraining).

Kulturelle Kinder- und Jugendbildung
Kulturelle Kinder- und Jugendbildung fördert kulturelle Wahrnehmungsfähigkeit, Kreativität und kulturelle Kompetenz. Sie weckt und berücksichtigt die Bedürfnisse junger Menschen von Ausdrucks- und Kommunikationsformen und motiviert zur kreativen Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Lebenskulturen und –stilen.
Darüber hinaus zeigt sie, dass jenseits von „falsch oder richtig“ meist viele Perspektiven und Deutungen möglich sind.
Kulturelle Angebote befähigen zu Visionen: Sie regen dazu an, Unmögliches zu denken, Neues auszuprobieren, Altes zu transformieren, Perspektiven zu schaffen und Phantasie Realität werden zu lassen. Sie üben den jungen Menschen darin, dem, was er denkt, fühlt oder ahnt, Ausdruck zu verleihen.

Internationale Jugendbildung
Internationale Jugendbildung ist ein Lernfeld für soziale und interkulturelle Kompetenzen und steht für Verständigung zwischen den Völkern, Frieden und weltweite Zusammenarbeit. Jugendliche lernen im Zeitalter der Globalisierung die Stellung Deutschlands, des Landes Hessen und der eigenen Kommune in einen weltweiten Kontext einzuordnen. Internationale Jugendbegegnungen leisten einen Beitrag zur Auseinandersetzung mit der eigenen kulturellen Identität, fördern die Fremdsprachenkompetenz und stehen für ein gewaltfreies Miteinander.
Der historisch-politische Ansatz basiert auf der langen Tradition der Internationalen Jugendarbeit im Rahmen der Aufarbeitung der jüngeren deutschen Geschichte, insbesondere der nationalsozialistischen Verbrechen während der Zeit des Faschismus in Deutschland.

Partizipation
Die Beteiligung von Kindern- und Jugendlichen ist zentrales Handlungsprinzip des JBW bei all seinen Angeboten. Darüber hinaus tragen Modellprojekte dazu bei, dass Kinder- und Jugendliche an den sie betreffenden Entwicklungen in ihrem Lebensraum beteiligt und Möglichkeiten zur Mitgestaltung und Mitentscheidung eröffnet werden. Die Fachkräfte des JBW organisieren und moderieren Beteiligungsprozesse, werten sie aus und gewährleisten die Rückkopplung an die fachpolitische Handlungsebene. Des Weiteren beraten sie in Fragen der methodischen Gestaltung und Evaluation von Beteiligung.
    
Medienpädagogik
Ziel medienpädagogischer Angebote des JBW ist es, dass Kinder und Jugendliche Kenntnisse, Einsichten und Fertigkeiten erwerben, die ihnen ein sachgerechtes und selbstbestimmtes, kreatives und sozialverantwortliches Handeln im Umgang mit (modernen) Medien und deren Produkten ermöglichen.

Bildung im Grundschulalter
Bildung braucht Wissen und Erfahrung. Angebote des JBW zur Bildung im Grund-schulalter vermitteln kindgerecht, durch konkretes Erleben, historische, gesellschaftliche und politische Zusammenhänge und ihre zukunftsweisenden Bedeutungen. Mitmachvorlesungen und –ausstellungen tragen dem kindlichen Lernverhalten Rechnung, sich Wissen selbsttätig und mit Freude anzueignen und die Welt durch aktives Handeln zu begreifen.

Erlebnispädagogik
Im erlebnispädagogischen Prozess lernen Kinder und Jugendliche durch das eigene Erleben. Erlebnispädagogik bietet den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ihren Bedürfnissen nach Bewegung, Selbstvergewisserung und Risiko nachzugehen und (Grenz-) Erfahrungen in geschütztem und legalem Rahmen zu machen. Eine wichtige Rolle nimmt auch das Erfahren von Teamgefühl, von Gruppenprozessen und von gemeinsamer Verantwortung ein. Kinder und Jugendliche entwickeln individuelle Persönlichkeitsmerkmale und bauen soziale Kompetenzen auf. Ganzheitlichkeit also das „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“, sowie das aktive Handeln bilden die Arbeitsgrundlage. Kinder und Jugendliche erfahren im Rahmen von erlebnispädagogischen Maßnahmen unmittelbar die Konsequenzen für ihr Verhalten. Die Erlebnisse des Einzelnen aber auch die erlebte Dynamik in der Gruppe werden ausführlich reflektiert. Der Transfer des Erlebten in den Alltag beschließt den pädagogischen Prozess.

Fachberatung / Information
Bei Bedarf berät und informiert das JBW die kommunalen Gremien, sowie Vereine und Verbände im Landkreis in allen Fragen der Kinder- und Jugendbildung.

Das JBW kooperiert mit den kommunalen Jugendpflegen in Form einer Arbeits-gemeinschaft und versteht sich als „Servicestelle“ für die Kollegen der kommunalen Kinder- und Jugendbildung. In diesem Kontext werden neben Beratungs- und
Kriseninterventionsgesprächen, Fortbildungen oder Klausurtagungen zu aktuellen jugendpolitischen Themen angeboten.


6.)     Kooperationen
Das JBW arbeitet eng mit anderen Stellen und Institutionen, deren Tätigkeit sich auf die Lebenssituation junger Menschen auswirkt, zusammen. Dazu zählen u. a. verwaltungs-interne Kooperationen (Fachdienste Jugendförderung, Sozialer Dienst, Personal- und Organisation), regionale Kooperationen (Schulen, Kindertagesstätten, Polizei, Vereine- und Verbände, Wirtschaftsbetriebe, Arbeitsverwaltung, freie Träger der Jugendhilfe) und überregionale sowie internationale Kooperationen.


7.)     Netzwerke
An den realen Bedarfen ansetzende, auf konkrete Beobachtungen reagierende, flächen-deckende und ausreichende Angebote für alle Kinder und Jugendlichen lassen sich nur in Netzwerken realisieren. Alle Beteiligten bringen einen Teil ihrer Ressourcen ein und stimmen vorhandene Angebote aufeinander ab.

Netzwerke können thematisch orientiert (Prävention, Gender, Partizipation, Internationales etc.) oder sozialräumlich in klar definierten Einheiten ausgerichtet sein.

Die Verantwortung für die Netzwerke liegt i.d.R beim JBW, das Aufgaben der Moderation, der Koordination und der Geschäftsführung übernimmt.


8.)     Organisationsrahmen
Die außerschulischen Bildungsangebote des JBW sind Dienstleistungen, die jedem jungen Menschen unabhängig seiner individuellen und finanziellen Voraussetzungen zu ermöglichen sind. Dabei handelt es sich um langzeit- und kurzzeitpädagogische Angebote in Form von Projekten, Lehrgängen, Tagungen, Seminaren und Arbeitgemeinschaften.


9.)     Öffentlichkeitsarbeit
Die Information der Öffentlichkeit über Ziele, Inhalte, Konzepte, Angebote und Ergebnisse erfolgt durch

  • die Darstellung des JBW in der Öffentlichkeit (Jahresprogramm-Heft; Infoveranstaltungen)
  • die Werbung von Veranstaltungen
  • Presseberichte, Pressekonferenzen
  • die Ausarbeitung von Projektberichten, Fachbeiträgen und Publikationen
  • die Erstellung von Arbeitsmaterialien und Dokumentationen
  • Internetpräsenz – eigene Homepage


10.)     Mitarbeitende
Die Organisation und Durchführung von Angeboten außerschulischer Jugendbildung erfordert Verwaltungs- und pädagogisches Personal mit entsprechender Qualifikation und (Berufs-) Erfahrung.

Abgeleitet von den Zielen und Inhalten der Jugendbildung müssen Bildungsreferenten über

  • fachliche, konzeptionelle, methodische Kompetenz,
  • die Bereitschaft zur Vertiefung und Erweiterung der persönlichen und fachlichen Kompetenz durch Fort- und Weiterbildung sowie zur Praxisreflexion (Supervision),
  • Leitungskompetenz, Team- und Kommunikationsfähigkeit,
  • persönliche Eignung im Sinne von Offenheit, Zugang zur Zielgruppe und deren Fragestellungen und Authentizität

verfügen.

Um Fachlichkeit zu sichern, müssen die Bildungsreferenten über einen Hoch- bzw. Fachhochschulabschluss der entsprechenden Profession verfügen.

Für die Durchführung von verschiedenen Maßnahmen können im Rahmen der vorhandenen Haushaltsmittel pädagogische Honorarkräfte eingesetzt werden. Diese müssen entsprechend qualifiziert sein und über praktische Erfahrung im Bereich der außerschulischen Jugendbildungsarbeit verfügen.


11.)     Qualitätssicherung, -entwicklung und Selbstevaluation
Um die Qualität der Angebote zu gewährleisten, wird das Instrumentarium der Qualitätsentwicklung kontinuierlich angewandt. Dieses folgt den Schritten der Konzeptentwicklung und besteht aus der systematischen, bewertenden Verknüpfung von Zielen, Erfolgsindikatoren und Ergebnissen.
Instrumente und Verfahren zur Qualitätsentwicklung und Selbstevaluation zeigen sich in bildungsbezogenen, konzeptionellen Ausarbeitungen der jeweiligen Maßnahmen und Projekte. Ziel- und Regelvereinbarungen mit den Teilnehmern zu Beginn der Veranstaltungen, (Zwischen-) Reflexionsrunden und Tages- und Gesamtauswertungen setzen auf Mitgestaltung. Nachbereitungen erfolgen als Teamsitzungen und in der Auswertung von Fragebögen.


12.)     Vision
„Ein Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand.“


So lautet ein mongolisches Sprichwort. Die Mongolen sind ein Volk, das die Weite der Steppe liebt. Ihre Beweglichkeit und ihr Drang nach Offenheit sind aus der Geschichte bekannt. Manchmal gleichen wir selbst dem Frosch, der tief in seinem Brunnen sitzt (Alltag) und den Himmel nach seiner sichtbaren Begrenzung beurteilt. Dann ist der Himmel rund und ungefähr einen Meter breit.

Mit seiner Bildungsarbeit möchte das JBW Jugendliche wie Erwachsene zum Blick über den Brunnenrand ermutigen und ein tieferes Verständnis für die Gestaltungschancen im Leben erwecken. Manchmal springt der Frosch dabei sogar auf den Rand des Brunnes und erkennt, dass die Weite des Himmels keine Begrenzung hat.